A 101/1/035 Handlungen des Flugleiters bei besonderen Fällen auf dem Flugzeugtyp MiG-21
Ausfall der Staurohre
Nur zur geschichtlichen Information, nicht für fliegerische Zwecke verwenden!
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Kennzeichen:
- Die Anzeigen der Navigationsgeräte, die mit dem Staurohr verbunden sind, entsprechen nicht dem Flugregime.
- In der Arbeit der Automatik ARU-3W treten Störungen auf.
- In der automatischen Steuerung des Lufteinlaufkegels und der Luftablaßklappen treten Störungen auf.
Kommandos des Flugleiters
a) in allen Fällen:
- Einschalten der Staurohrheizungen kontrollieren.
(Die Anzeigen der Geräte normalisieren sich 2…3 min nach dem Einschalten der Heizungen). - Normale Anzeige der Geräte kontrollieren und Erfüllung der Aufgabe fortsetzen.
b) bei Ausfall des dynamischen Systems des Hauptstaurohres:
- Versorgung der Geräte auf das Notstaurohr umschalten (Die Anzeigen der Geräte müssen sich normalisieren).
- Erfüllung der Aufgabe abbrechen.
- Übereinstimmung der Geschwindigkeit am ARU-Anzeigegerät und der Gerätegeschwindigkeit kontrollieren.
- Vor dem Landeanflug zur Handsteuerung der Automatik ARU übergehen und die Automatik ARU in Landestellung ("Kleine Geschwindigkeit") fahren.
c) bei Ausfall des dynamischen Systems (für MiG-21bis):
(Die Staurohrheizung ist eingeschaltet; der Machzahl-, Geschwindigkeits- und Höhenmesser sowie das Variometer zeigen falsch an; Betriebsstörungen der Automatik ARU)
- Funktion der Geräte nach dem Umschalten auf die Versorgung vom Notstaurohr kontrollieren.
- Zum Steuern nach den Anzeigen des AGD, Drehzahlmessers und Wendezeigers übergehen.
- Flughöhe nach der angezeigten Kabinenhöhe kontrollieren.
- Vor dem Landeanflug zur Handsteuerung der Automatik ARU übergehen und die Automatik ARU auf "Kleine Geschwindigkeit" umschalten.
- Das System SPS nicht anwenden.
- Drehzahlen und Längsneigungswinkel entsprechend der nachstehenden Tabellen einhalten.
Achtung!
Die Flugregime sind nach den Angaben der Bodenmittel des Gefechtsstandes und des Landesystems zu präzisieren.
Drehzahl und Längsneigungswinkel entsprechend dem Flugregime
| Flugregime | Längs- neigungs- winkel nach dem AGD | Leistungs- stufe des TW | VG | vv |
| (Grad) | (n1 in %) | (km/h) | (m/s) | |
| Steigflug (Fahrwerk und Lande- klappen eingefahren) | ||||
| H = 2000 m | 13 | Maximal | Vw = 850 | 35…45 |
| H = 4000 m | 10 | Maximal | Vw = 850 | 35…45 |
| Horizontalflug (Fahrwerk und Lande- klappen eingefahren) | Anflug von der berechneten Linie | |||
| H = 5000 m | 3…5 | 82…83 | 600 | 0 |
| Gleitflug (Fahrwerk ausgefahren, Landeklappen eingefahren) bis | Landung von der berechneten Linie | |||
| H = 2000 m | -6…-8 | 80 | 500 | 40 |
| H = 1000 m | -3…-5 | 85 | 500 | 15 |
| H = 600 m | 2 | 88 | 500 | 10 |
| H = 300 m | 0…1 | 88 | 450 | 3…5 |
| Horizontalflug (Fahrwerk ausgefahren, Landeklappen eingefahren) | Landung aus der Platzrunde | |||
| H = | 2 | 90…100 | 500 | 0 |
| Gleitflug (Fahrwerk ausgefahren, Landeklappen in Start- stellung ausgefahren) | nach der 4. Kurve nach dem Überflug des Fernfunkfeuers | |||
| H = 300 m | durchschnittl. 4 | 65…70 | 400…360 | 3-5 |
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